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Tibetan Pulsing - Loslassen
Eine Reise nach innen, oder eine Reise nach Hause
Der Tod und loslassen haben eine ganz besondere Stellung im Tibetan Pulsing.
Es ist eine wichtige Phase von großem Potential für Transformation. Das Kamel, das durchs Nadelöhr geht.
Wir kennen das Leben nicht wirklich bis wir durch den Tod gegangen sind. . Es ist aber leichter zu sterben während wir noch im Körper sind als erst beim körperlichen Tod selber. Normalerweise sind wir daran nicht interessiert, es sei denn das Leben zwingt uns dazu. Wir sind damit beschäftigt alle Erfahrungen zu genießen die das Leben zu bieten hat. Nun passiert es aber dass wir während unseres Lebens im Körper todesähnliche Erfahrungen machen, wie z.b. wenn Situationen und Beziehungen zu Ende gehen, oder schwere Krankheiten die wir überstehen, Unfälle usw. Es gibt eine kleine Landkarte im Tibetan Pulsing, die wir in Gruppen benutzenthe 7-step-process genannt, die Beschreibung von einem Prozess in 7 Schritten, der die 7 Ebenen von Sein beschreibt. Der erste Schritt den wir klären hat zu tun mit Überleben und Geburt. Im zweiten Schritt geht es um Anpassung an Normen, Konformität,
Eltern und Lehrer die uns ein sozial akzeptables Verhalten beibringen. Im dritten Schritt fühlen wir uns wichtig, sind identifiziert mit unseren Handlungen, haben eine polarisierte Sichtweise, dies entspricht der Pubertät, wenn unsere Sexualität erwacht, unser Ego ist in seiner vollen Blüte. Der vierte Schritt hat zu tun mit Integration in die Gesellschaft, unserer Stellung in der Gesellschaft, mit unseren Beziehungen: Meine Frau, mein Haus, mein Boot.
Im fünften Schritt schleicht sich dann langsam ein unbehagliches Gefühl ein, wir spüren das kann es doch nicht gewesen sein, aber wir wollen es nicht wahr haben. Wir wollen aussteigen, weggehen, Wohnort und Lebensumstände wechseln, wir sind uns nicht mehr sicher was wir wollen, wir fühlen uns isoliert und verneinen unsere Bedürfnisse. "Wir brauchen chemische Substanzen wie Alkohol, Zigaretten, Kaffee, um unseren Lebensstil aufrechtzuerhalten". Im sechsten Schritt die Ebene der Selbstzerstörung, sind wir desillusioniert, deprimiert, zerstörerisch, zuweilen erwägt unser Verstand sogar Selbstmord, nichts klappt, alles läuft schief, das Leben erscheint hoffnungslos, sinnlos und ausweglos. Das Ego ist wütend und verzweifelt, weil nichts mehr funktioniert aus seiner Sicht. Wir fühlen uns an wie die Wand genagelt. Viele Leute, die zum Tibetan Pulsing kommen, sind erstaunt und erleichtert zu hören dass sie reif sind, ihre Sache sehr gut gemacht haben und die sechste Ebene erreicht haben. Sie haben sich wie Versager gefühlt und erfahren nun dass in der tibetischen Tradition dies ein sehr wertvoller Lebensabschnitt von großem Potential darstellt, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Erst auf der sechsten Ebene der Egoselbstzerstörung ist wahre Transformation möglich. Erst wenn das Ego keine Antworten mehr hat, ist es möglich die wahre Lösung der Probleme zu finden. Dies bedeutet die Verwandlung aller negativen Ladungen im Nervensystem, in einen positiven Energiefluss. Die destruktive Energie wird, wenn man sie richtig versteht, zum Geschenk. Wir fühlen vielleicht dass wir ein guter Mensch waren und dies nicht verdient haben, oder dass unsere Meditation nicht funktioniert, wir ärgern uns versagt zu haben auf dem spirituellen Pfad. Es fällt uns schwer zu akzeptieren dass diese Negativität in uns steckt. Wir glauben dass die Ursache unseres Unglücks im Außen liegt, der Freund, die Freundin, der Boss sind schuld, oder wir haben besonders viel Pech... Dies ist der Tod des Egos und nur durch nach Innengehen eröffnet sich die siebte Ebene der Transformation. Hier geht es darum dein Bewusstsein, dein Wesen zu erweitern, loszulassen was du nicht bist, das Negative in dir loszulassen um wie ein Phönix aus der Asche aufzusteigen.
Swami Shantam Dheeraj, der Gründer des Tibetan Pulsing war spezialisiert auf diesem Gebiet. Er hatte ein tiefes Verständnis vom Nervensystem und wie man mit Hilfe des Pulsschlags negative, destruktive Ladung in Wohlgefühl verwandelt. Er sagte von sich selber, dass er jahrelang immer wieder hin und herpendelte zwischen der 6ten und der ersten Ebene, indem er viel Alkohol trank. Gleichzeitig meditierte er, und arbeitete an der Entwicklung des Tibetan Pulsing. Mit Hilfe von Tibetan Pulsing, Meditation, und seinem neugeborenen Sohn gelang ihm die Transformation. Er musste seinen Sohn alleine aufziehen und war gezwungen seine bislang unterdrückte weibliche Seite hervorzukehren und das Selbstzerrstörerische in ihm loszulassen.
Ich kann sagen dass die molekulare Qualität dieser Arbeit zu tun hat mit dem Verständnis der Erfahrung der sechsten Ebene, dies ermöglicht es meinen Freunden die ganze Dunkelheit die sie in sich tragen, loszuwerden um in eine völlig veränderte Form der Wahrnehmung hineinzuwachsen. Plötzlich sind alle Dinge die dich irritieren nur Wiederspiegelungen dieser selben Sache in dir. Es gibt kein Problem im Außen. Es gibt kein äußeres Leiden, weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft, es gibt nichts zu fürchten.
Der einfache Kontakt mit dem Pulsschlag kann deine Energie verändern. Dies ist der ganze Sinn des Pulsschlags. Er geht tief in dich rein, durch die Wand von Angst hindurch, pumpt neues Leben rein und fängt an stagnierende (blockierte?) Energie oder Wut zu eliminieren. Bewusstsein entsteht wenn wir die Steine oder das Eis unseres Leidens, unserer Ängste transformiert haben. Es geht darum, die falsche Wahrnehmung, die im Laufe unserer Entstehung entstanden ist, zu korrigieren. Alles was du brauchst, ist in dir. Um dies zu entdecken brauchst du nur in die Kraft des Herzens zu entspannen. Überlasse deinem Herzen die Führung, erlaube dem Pulsschlag, dich nach Hause zurückzubringen.
Swami Shantam Dheeraj
Die Reise nach innen braucht deine Bereitschaft loszulassen, einen neuen Versuch zu wagen, und vertrauen.
Und wie Osho schon sagte: The Pulse never Stops
von Prabutha in Zusammenarbeit mit Iskaan und Sujata
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